Geschichte der Blockheizkraftwerke
Regenerative Energieträger gewinnen an Bedeutung
Ursprünglich beruhten BHKW-Anlagen auf Verbrennungsmotoren, deren Wärme aus dem Abgas und dem Kühlwasserkreislauf zur Aufheizung von Heizungswasser verwendet wird. Inzwischen werden auch andere Systeme wie Stirling-Motor, Brennstoffzelle, Mikroturbine oder Dampfmotor zur Stromerzeugung in BHKW-Anlagen eingesetzt. Der Einsatz von Blockheizkraftwerken ist nicht auf die Bereitstellung von Raumwärme beschränkt, sondern dient auch zur Erzeugung von Prozesswärme über Wasserdampf, Heißluft oder Thermoöl oder der Klimatisierung per Absorptionswärmepumpe, die die Abwärme der BHKW-Anlage zur Erzeugung von Kälte nutzt.
Als Kraftstoffe kommen vorwiegend fossile oder regenerative Kohlenwasserstoffe wie Heizöl, Pflanzenöl, Biodiesel (für einen Dieselmotor) oder Erdgas bzw. Biogas (für einen Ottomotor, Zündstrahlmotor oder eine Gasturbine) zum Einsatz, daneben auch Holzhackschnitzel und Holzpellets als nachwachsender Rohstoff in Stirlingmotoren und Dampfkraftanlagen mit externer Verbrennung.
Fossile
Energierohstoffe sind nur begrenzt verfügbar. Der Ersatz durch
Ölpflanzen ist ein erster Schritt in Richtung „erneuerbare Energie“.
Durch die Photosynthese wandeln die Ölpflanzen die Sonnenenergie in Öl
um, das annähernd eine Energiedichte von Diesel-Kraftstoff aufweist.
Als Brennstoff für Motorenheizkraftwerke können sämtliche Ölpflanzen,
die für den Anbau in unseren Breiten geeignet, eingesetzt werden.
Die Nutzung heimischer nachwachsender Energiepflanzen bringt Impulse
der Wirtschaft im ländlichen Raum, sichert und schafft Arbeitsplätze,
erhöht die Versorgungssicherheit und leistet anstelle des Einsatzes von
fossilen Brennstoffen einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von
CO2-Emissionen und weiteren Treibhausgasen.
